Mutation Usutu/West-Nil Virus

Aus Tschechien hat uns die Nachricht erreicht, dass eine Mutation des Usutu x West-Nil-Virus (genaueres ist noch nicht bekannt) vermehrt zu Todesfällen unter Greifvögeln führt. Es gibt derzeit kein Heilmittel gegen diese von Stechmücken übertragene Krankheit. Die jährliche Impfung gegen das West-Nil-Virus ist nachweislich wirkungslos, da einige geimpfte Falken/Adler genauso verendet sind.

Amsel
Amseln sind besonderes stark vom Usutu-Virus betroffen. Foto: Andreas Trepte, www.avi-fauna.info

Infektionen verlaufen bei den meisten Vögeln symptomlos, jedoch treten bei Amseln oder Bartkäuzen häufig auch eine deutliche klinische Symptomatik, gefolgt von Todesfällen, auf. Zunächst zeigen die Tiere oft struppiges Kleingefieder im Hals-Kopfbereich, und ein gestörtes Allgemeinbefinden. Auch folgen Apathie und Störungen des zentralen Nervensystems (ZNS) wie Taumeln oder Kopf-Verdrehen. Die erkrankten Greifvögel sind oft nicht mehr in der Lage selbstständig Atzung aufzunehmen und sterben meist innerhalb weniger Tage. Amseln sind nach den entdeckten Fällen besonders anfällig für eine Erkrankung, weshalb die Usutu-Epidemie teilweise auch als „Amselsterben“ bekannt wurde. Jedoch werden auch andere Vogelarten von diesem Virus befallen und können dann daran sterben. Sieht oder findet man in seiner Umgebung Amseln mit diesen Symptomen, ist höchste Vorsicht geboten. Meist fällt nur auf, das weniger bzw. keine Amseln mehr da sind.

Bitte achtet darauf, dass Vogelbäder und diverse offene Wasserstellen im Nahbereich der Volieren regelmäßig entleert und neu befüllt werden. Eine vegetationslose Voliere hilft ebenfalls die Mücken von Volieren fernzuhalten. Mit dieser Maßnahme lässt sich die Vermehrung von Stechmücken minimieren.

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